Download e-book for iPad: Herrscher- und Dynastiekulte im Ptolemäerreich: Systematik by Stefan Pfeiffer

By Stefan Pfeiffer

ISBN-10: 3406569331

ISBN-13: 9783406569333

Unter der Herrschaft der makedonisch-griechischen Dynastie der Ptolemäer (323–30 v. Chr.) entstand in Ägypten eine multikulturelle Gesellschaft. Die fremden Könige ließen ihre Untertanen nach der je eigenen Fasson leben: Die zahlreichen, meist griechischen Zuwanderer stellten zwar die deutlich privilegierte Schicht, doch sorgten die Könige auch für die einheimischen Kulte und förderten die ägyptische Priesterschaft. Um aber in dieser Pluralität der Lebensformen und Religionen eine sinnstiftende Klammer zu schaffen, richtete guy den Personenkult für den lebenden König ein. Ziel des Autors ist es, die verschiedenen Formen des Kultes für den König und seine Gemahlin zu beschreiben. Erstmals legt er mit dem vorliegenden Buch eine Zusammenschau der Ergebnisse der klassischen Altertumswissenschaften und der Ägyptologie vor. Hieraus ergibt sich folgende those, die gleichzeitig den Aufbau des Buches bestimmt: Es gab nicht den einen Herrscherkult, sondern verschiedene Formen des Kultes, und jeder Untertan konnte die ihm zusagende shape wählen. Einerseits bestand die Möglichkeit, den König und seine Gemahlin mit griechischen Bräuchen zu verehren. In diesem Fall ist von griechischem Herrscherkult zu sprechen. Vielfach stellte guy die Verehrung des lebenden Herrscherpaares auch in den Kontext der Ahnen – es handelte sich dann um einen griechischen Dynastiekult. Die ägyptischen Priester entwickelten aus den beiden griechischen Kultmöglichkeiten spezifisch ägyptische Formen. Sie integrierten die lebenden Pharaonen als Götter in die ägyptischen Tempel; so etwas hatte es in Ägypten bis dahin noch nicht gegeben. Mittels großer Prozessionen wurde an den Herrscherfesttagen der Bevölkerung die Möglichkeit gegeben, den Kult für die Könige ebenfalls zu zelebrieren. Der von den einheimischen Priestern betriebene Herrscherkult trug additionally wesentlich zur Legitimation der Fremdherrschaft in Ägypten bei. Im Fließtext der Monographie wurde auf fremdsprachige ägyptische oder griechische Zitate verzichtet, so dass sich die Arbeit auch einem breiteren, religionshistorisch interessierten Leserkreis erschließt. Instruktive Abbildungen verdeutlichen die Ausführungen.

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George of Trebizond (1396–1472/3) is likely one of the such a lot colourful figures of early Italian humanism. His translation of the dogmatic works of St. Basil the good, commissioned through Cardinal Bessarion, can be noticeable not just within the context of the team spirit Council of Ferrara-Florence but additionally when it comes to its singular position within the Plato-Aristotle controversy and in George’s significant falling-out with Bessarion.

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20 C; vgl. hierzu Nock, Neotera. 51 Paus. 8,2,5; Übersetzung nach Meyer, Pausanias. 40 Griechische Herrscherverehrung und griechischer Kult für die Herrscher Ehren an einen Sterblichen, die deutlich macht, daß einige Untertanen, Bürger, Philosophen und auch Herrscher die derart vorgenommene Gleichsetzung des' Menschen mit den Unsterblichen für nicht akzeptabel hielten. So lautet ein bei Polybios überliefertes Zitat über Timaios: "Er (seil. Timaios) lobte den Demosthenes und die anderen Rhetoren, die zu dessen Zeit in ihrer Schaffensblüte standen, und sagte, daß sie Hellas würdig gewesen seien, weil sie Widerspruch gegen die göttergleichen Ehren für Alexander einlegten.

27 Vgl. B. IG IF 891,16 (Ehrendekret aus dem Jahr 188/187 v. Chr. aus Athen): "damit er auch in Zukunft seine gute Gesinnung zeige. "; [KUt Eie; 'to AOt1tOV U1tOOEt1(]VUILEvrot 'tlJV EUVOWV. Häufig ist auch die Wendung OtuepuAucrcrEtV tlJv eptAiuv bzw. 'tlJV OlKEto't1l'tu OtutllPElv (siehe Piejko, Decree of Cos, S. 206); OGIS I 222 = Kotsidu, Ehrungen, NI. K1azomenai 11 504 (Ehrendekret des Ionischen Bundes für Antiochos I. ; zwischen 168 und 162 v. ): "Die Gesandten sollen den König Antiochos auffordern, alle Fürsorge (1tfxcrav E1ttIL]EAEtuv) für die ionischen Städte zu treffen, damit sie auch in Zukunft frei sind und mit 36 Griechische Herrscherverehrung und griechischer Kult for die Herrscher Gott bekam, so war das selbstverständlich mit dem Anspruch an ihn verbunden, daß er sich wie ein Gott verhält.

Weihender. Teilweise wird die Konstruktion tl1tep c. gen. aber auch so interpretiert, daß die Weihung"im Auftrag" der genannten Person errichtet wurde (vgl. Hommel, König, S. 321, Anm. 5), vgl. aber Robert, Decret, S. 184: "en faveur"; Bingen, Normalite, S. 30-32; auch Lanciers, Die ägyptischen Ternpelbauten, S. 84-85; Maehler, Visitors, S. 210; Iossif, Public et prive, S. 237-248, dessen Ergebnis, daß die tl1tepWeihungen in Zusammenhang mit dem pharaonischen Aspekt des ptolemäischen Königtums stehen, ich nicht teilen kann, da solche Weihungen in der gesamten Ökumene beliebt waren.

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by William
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